Eat fat, live longer?

 

Die kürzlich präsentierte PURE1) Studie ist in aller Munde…
Diese weltweite Studie, die 135.000 Personen aus 18 Ländern in 5 Erdteilen zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und über mehr als 7 Jahre nachverfolgt hat, kommt zu überraschenden Erkenntnissen in Bezug auf die Sterblichkeit, die ich hier zusammenfassen will:

# 1 – „Wer viele Fette zu sich nimmt, hat ein niedrigeres Sterberisiko.“

Fett macht nicht nur NICHT dick, sondern es hat auch keine Auswirkungen auf das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Im Gegenteil, Personen mit einem hohen Fettanteil in der Ernährung sind weniger gestorben.

Auch wer vor allem gesättigte Fette aus Fleisch und Milchprodukten isst, profitiert davon.

Daher legt die Studie nahe, dass sich ein hoher Fettanteil günstig auswirkt.

Allerdings sollte man die gesamte Kalorienanzahl im Auge behalten, also bei einem höheren Fettanteil, sollten demensprechend die Kohlehydrate reduziert werden.

# 2 – „Wer viele Kohlehydrate zu sich nimmt, hat ein erhöhtes Sterberisiko.“

Warum? Kohlehydrate sind Energielieferanten erster Ordnung, also schnell verfügbarer Brennstoff.

Essen wir zu viel davon, also mehr als wir verbrennen, so macht das auf Dauer dick, lässt die Blutfettwerte ansteigen und erschöpft langfristig die Bauchspeicheldrüse. Es kann unter anderem zu Fettleber, Diabetes Typ 2, erhöhtem Darmkrebsrisiko und Infektanfälligkeit kommen.

Allerdings wurde in der Studie nicht nach der Art der Kohlehydrate unterschieden. Doch Ernährungsexperten sind sich einig, dass es einen großen Unterschied macht, welche Kohlehydrate man isst.

Denn komplexe Kohlehydrate wie Vollkornbrot, Kartoffeln, Gemüse oder Hülsenfrüchte sind gut für uns und gehören zu einer ausgewogenen Ernährung. Problematisch ist allerdings der industrielle Zucker, der vor allem in Fertigprodukten und Getränken zu finden ist. Dieser muss reduziert werden.

# 3 – „Obst und Gemüse bleiben gesund.“

Hier ist allerdings auf die Zubereitung zu achten, denn die Vermutung liegt nahe, dass roh besser ist als gekocht.

Leider macht die Studie zu den Eiweißen keine Aussage.

Eiweiß ist ein wichtiger Grundbaustein der gesunden Ernährung und die richtige Menge, kombiniert mit ausreichend Gemüse, Hülsenfrüchten oder Pilzen füllt den Magen und macht uns satt. So bleibt gar kein Platz mehr für zu viele Kohlehydrate.

 

Solche Studien sollte man zwar kritisch betrachten, doch sogar die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat jetzt ihre Empfehlungen geändert und rät, weniger Zucker und moderat Fett zu essen.

In meiner Praxis als Bioresonanz Expertin habe ich es oft mit Stoffwechselstörungen und belasteten Organen zu tun, oft auch aufgrund von falscher Ernährung.

Bis bald!

Ihre Ursula Riedl
Bioresonanz Expertin in Wien

 

1) PURE = Prospective Urban-Rural Epidemiology

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(17)32252-3/fulltext
http://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/